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HDMI-Kabel
HDMI (High Definition Multimedia Interface) heißt
die neue digitale Schnittstelle für digitale
Videodaten. HDMI kann zusätzlich auch digitale
Audiodaten höchster Bandbreite übertragen und
verfügt zudem über einen eigenen
Fernbedienungskanal.
Zum gerade erst in der Home Entertainment Welt
etablierten DVI (Digital Visual Interface) ist HDMI
zu 100% abwärtskompatibel.
Der 19-polige HDMI-Miniaturstecker ist nur ca. 21 mm
breit
So könnte z.B. ein HDMI-DVI-Adapterkabel einen
DVD-Player mit HDMI-Ausgang mit einem Projektor mit
DVI-Eingang verbinden. Wichtig ist für alle HDMI-
und DVI-Verbindungen, dass beide verbundenen
Komponenten mit dem Kopierschutz HDCP (High-bandwidth
Digital Content Protection)
ausgestattet sind.
Ohne HDCP ist die Übertragung digitaler Videodaten
nicht möglich!
Vorsicht: Im Computerbereich gibt es DVI schon
länger - doch eben ohne HDCP. Viele Projektoren und
auch einige Plasma-TV-Geräte
kommen aus dem Computerbereich und haben kein HDCP
implementiert.
Neuerungen bei HDMI 1.3: Leider gibt es zu HDMI 1.3
nur zu sagen, dass es mehr Verwirrung stiftet als
dass es faktische Vorteile bringt. Die neuen
Tonformate können auf Grund der neuen Kodierung im
HDDVD oder BluRay Player auch schon als LPCM (Linear
Pulse Code Modulation)
Audio
bis zu 96 kHz mit HDMI 1.1 übertragen werden.
Tatsächlich benötigt man dafür natürlich auch einen
entsprechenden AV-Receiver oder Audioprozessor, der
diese HDMI Audiosignale verarbeiten kann. Diese sind
noch dünn gesät. HDMI 1.3 enthält auch erweiterte
Videospezifikationen, die aber ebenfalls nur rein
theoretisch eine echte Verbesserung zu HDMI 1.1
sind. Schon HDMI 1.1 unterstützt 12 Bit für den
Luma-Kanal bei HDMI 1.3 sind es dann auch 12 bit für
die beiden Chroma-Kanäle. Ob man das wirklich sehen
kann wird von vielen bezweifelt, ist doch die
Reduktion der Chromaauflösung ein normaler Vorgang,
der spätestens im Display wieder rückgängig gemacht
wird.
Selbst in der Broadcastumgebung gibt es 4:2:2
qualitativ hochwertige Formate, die für Consumer
Video mehr als ausreichend sind. Ein wirklicher
Vorteil scheint da nur theoretischer Natur.
Tatsächlich hat erst vor kurzem der PC
Industrieverband sich von Silicon Image und Intel
Lizenz-modellen gelöst und hat einen eigenen
Standard den DISPLAYPORT verabschiedet.
Anscheinend kompatibel zu DVI und HDMI aber eben
nicht mit Hilfe der üblichen Chipsätze oder
Lizenzmodelle.
Übertragungsdistanzen bei HDMI und DVI
Willkommen beim interessantesten Aspekt der HDMI
oder DVI Übertragung. Die maximale Länge einer DVI
Leitung definiert sich leider durch viele Parameter.
Nicht nur die Qualität des Kabels sondern auch der
Sender und Empfängerchip spielen eine Rolle.
Wir haben nicht selten die Erfahrung gemacht, dass
auch mit unseren extrem hochwertigen Kabel bei 20 m
eine Kombination ohne Störung tadellos funktioniert,
während andere Gerätekonfigurationen mit dem
gleichen Kabel überhaupt kein Bild zeigten.
Audio über HDMI
Fluch oder Segen, das wird sich noch zeigen. Auf
jeden Fall eine weitere Quelle von Problemen. Bei
Displays mit HDCP fähigem DVI Eingang bleibt der
Audioausgang über HDMI stumm, und wenn man Pech hat,
ist der AV Receiver falsch implementiert und leitet
das EDID des Displays an die Quelle und verhindert
damit die Aktivierung des Audio Signals.
Da die neuen unkomprimierten Audio Standards
ebenfalls als schützenwert eingestuft wurden, ist
die EDID (Extended
Display Identification Data) Steuerung im Grunde überflüssig. Das
Audiosignal befindet sich ja auf der gleichen
physikalischen Leitung wie das Bildsignal und ist
damit ebenfalls mit HDCP verschlüsselt. Daher
übrigens auch die Möglichkeit DVI Kabel zur HDMI
Übertragung zu verwenden.
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